Archiv 2009 und 2010

Oktober 2010

Wir stellen vor: Hohenbrunn 11/1

Die kirchliche Segnung des Mehrzweckfahrzeuges "Florian Hohenbrunn 11/1" durch Pfarrer Christoph Nobs findet am Sonntag, 28. November 2010, um 10 Uhr im Feuerwehrgerätehaus statt.

Mächtig stolz ist die Feuerwehr Hohenbrunn auf die Ersatzbeschaffung, die durch die Gemeinde Hohenbrunn für das in die Jahre gekommene Mehrzweckfahrzeug „Florian Hohenbrunn 11/1“ getätigt worden ist. Vor kurzem war es soweit: der neue Mercedes Benz Sprinter konnte vom aufbauenden Unternehmen „Furtner & Ammer“ in Landau an der Isar von einigen Feuerwehrleuten in Empfang genommen werden. Wesentlich früher als geplant konnte die Übergabe stattfinden. „Die Zusammenarbeit mit der Firma war ausgezeichnet“, so Kommandant Willi Feldmeier. Als Erstzulassung ist September 2010 bescheinigt worden.



Das Mehrzweckfahrzeug mit der maximalen Tonnage von 3,5 Tonnen ist nach der gängigen DIN 14502 ausgebaut und verfügt zum Beispiel über Leitkegel, Blitzer und Beleuchtungsmaterial. Platz finden acht Mann in dem Fahrzeug, das einen Hubraum von 2148 Kubikzentimeter hat. In erster Linie ist dieses Fahrzeug schließlich da, um die Mannschaft zu transportieren. Mit seinen 110 Kilowatt bringt es der „Diesel“ auf gut und gern 130 km/h und dank der Automatikschaltung – nicht mehr ganz ein Novum in der Hohenbrunner Feuerwehr – kann sich der Fahrzeugführer konzentriert auf den Verkehr ausrichten, ohne schalten zu müssen. Die gesamte Signalanlage lässt sich in der mittigen Konsole zwischen Fahrer- und Beifahrersitz steuern. Im Heckbereich ist viel Platz für diverse Materialien, die je nach Einsatzstichwort auch entsprechend aufgeladen werden können, etwa ein Wassersauger oder auch alles rund um die Kettensäge. So können eigenständig kleinere Einsätze mit „Florian Hohenbrunn 11/1“ abgearbeitet werden. Zudem ist die Verkehrsabsicherung möglich. Einerseits kann der kleine Verkehrsabsicherungsanhänger der Wehr gezogen werden (maximale Anhängelast 2,5 Tonnen). Andererseits ist das auffällige, auch während der Fahrt zu betreibende Heckwarnsystem ebenso hilfreich, um auf die Wehr und einen Unfallschwerpunkt hinzuweisen. Hierzu gab es eigens eine Ausnahmeregelung vom Münchner Landratsamt, ebenso wie für die leuchtfarbenrote Beklebung „RAL 3024“. Ausgeliefert wurde das „MZF“, wie die Feuerwehr kurz und knackig dazu sagt, in weiß. Die Lackierung wurde nach einem Vorschlag von „Furtner & Ammer“ im niederbayerischen Landau gemacht. Erstmals wird auch auf die Homepage der Hohenbrunner Wehr, auf der Fahrzeugrückseite, hingewiesen.

Der Blaulichtbalken ist vom Typ genauso ausgewählt, wie er bereits beim Responder-Fahrzeug zum Tragen kam. Durch die Umfeldbeleuchtung ist das Fahrzeug auch in der Dämmerung und in der Nacht gut zu sehen, um vor allem die eigenen Einsatzkräfte zu schützen. Dank des Spannungswandlers mit einer Dauerlast von 2.200 Watt können elektrische Geräte mit 230 Volt Wechselstrom vom Fahrzeug aus unabhängig betrieben werden, etwa der Scheinwerfer. Da das neue Fahrzeug auch zur Unterstützung der Einsatzleitung, etwa bei größeren Schadenslagen, genützt werden soll, sind darin ein Laptop, ein schwenkbarer Bildschirm, ein Multifunktionsgerät (Fax und Kopierer) und weitere technische Einheiten untergebracht. Selbstverständlich gibt es auch 2-Meter- und 4-Meter-Funkgeräte, zudem hat die Feuerwehr bereits an den Digitalfunk gedacht, der in absehbarer Zeit deutschlandweit eingeführt werden soll.

Feinheiten sind erst beim genauen Hinsehen deutlich zu sehen. Die Lautsprecher, einmal für 2 Meter und einmal für 4 Meter, sind in die Dachinnenseite eingearbeitet. Damit die Vereinsfahne auch mitgeführt werden kann, sind Schlaufen an der Dachdecke angebracht. Und sollte mal wirklich ein längeres Stück zu transportieren sein, kann vom Heck her eine Klappe geöffnet werden, um jenes Gut unter den Sitzbänken zu schieben. Mittlerweile fast schon Standard ist eine Rückfahrkamera, zudem gibt es Signalgeber in den Außenspiegeln über den Abstand. Ein Navigationsgerät darf ebenso wenig fehlen wie eine Notfallausrüstung für den First Responder.

Insgesamt hat die Anschaffung des Mehrzweckfahrzeuges 90.000 Euro gekostet, von denen etwa 12.000 Euro noch staatlicher Zuschuss abzuziehen sind. Die Feuerwehr Hohenbrunn dankt der politischen Gemeinde für die Finanzierung zum Wohl der Bevölkerung.


Mai 2010

Erfolgreiche Leistungsprüfung im Bereich Löscheinsatz

Durch die Bank Gold bekamen eine Frau und acht Männer der Hohenbrunner Feuerwehr, als sie zur Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ angetreten waren. Vor den wachen Augen der drei Schiedsrichter, darunter Obmann Andreas Engelberger, Kommandant der Feuerwehr Sauerlach und Kreisbrandmeister des Abschnitts 1/5, meisterte die Gruppe ihren Auftrag souverän.

Gewählt wurde für die Prüfung die Variante I „Außenangriff – Wasserentnahme aus Hydranten“. Neben verschiedenen Fragen, waren auch die „geliebten“ Knoten und Stiche gefragt. Dann musste innerhalb von 190 Sekunden ein Löschaufbau mit drei Rohren (so fehlerfrei wie möglich) erstellt werden. Schlussendlich galt es nochmals kräftig in die Hände zu spucken, damit Wasser- und Schlauchtrupp in kurzer Zeit eine Saugschschlauchleitung kuppeln konnte und der Maschinist seine Trockensaugprobe zu erledigen hatte. Bei der gesamten Leistungsprüfung kommt es stets auf ein Zeitlimit an, zugleich aber auf ein sauberes und korrektes Arbeiten.

Mehrere Kameradinnen und Kameraden der Wehr, Kommandant Willi Feldmeier, Exvizekommandant Josef Maier, Ehrenkommandant Benno Maier und Ehrenkreisbrandmeister Leonhard Sigl sen. wohnten der Prüfung im und vor dem Hohenbrunner Feuerwehrgerätehaus bei und konnten dann auch nach Beendigung der verschiedenen Punkte gratulieren. Ganz wenig gab es vom Schiedsrichtertrio zu bemängeln, so dass es dann die verdiente Auszeichnung gab: das Leistungsabzeichen in der nächst höheren Variante.

Vizekommandant Robert Paul, der die Vorbereitungen zum Üben verantwortete und Gruppenführer der Prüfungsmannschaft war, und Wolfgang Rotzsche haben die Endstufe VI geschafft. Das goldene Leistungsabzeichen ist und bleibt bei ihnen rot hinterlegt. Stufe V („gold-grün“) tragen nunmehr auch Martina Wende und Florian Diebald. Drei Mal wurde das gold-blaue Leistungsabzeichen der Stufe IV an die Brusttasche der Uniform geheftet: Andreas Tristl, Martin Bucher und Thomas Breyer. Die Kameraden Marco Neugebauer und Christian Oberpriller sind stolze Besitzer der Stufe III. Dieses Abzeichen ist schlicht und ergreifend golden.

In den 108 Seiten füllenden Ausführungen zum Leistungsabzeichen gibt es übrigens auch eine Begründung für den Aufwand: „Die Leistungsprüfung dient der Vertiefung und dem Erhalt der Kenntnisse der Feuerwehrdienstvorschrift 3 „Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“. Sie wird im Rahmen der Gruppe (1/8) abgelegt. Die gründliche Ausbildung jedes einzelnen Teilnehmers ist deshalb wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme an der Leistungsprüfung.“


Floriansabend 2010

Beim Floriansabend, der im Feuerwehrgerätehaus abgehalten wurden, gab es folgende Beförderungen sowie Ehrungen:

Beförderungen:

Zur Feuerwehrfrau:

Rudol Lara-Marie


Zum Feuerwehrmann:

Jelitto Florian


Zum Oberfeuerwehrmann:

Weiss Holger


Ehrungen:

10 Jahre:

Breyer Thomas
Katzameier Wolfgang
Reber Thomas

20 Jahre:

Bucher Martin


25 Jahre:

Haberl Alfred


40 Jahre:

Birkner Lothar




April 2010

Gold für Lothar Birkner - Vierzig Jahre aktiver Dienst

Anlässlich des Kreisfeuerwehrtages 2010 in Aschheim bei München wurde der Hohenbrunner Kamerad Lothar Birkner von Kreisbrandrat Josef Vielhuber und Landrätin Johanna Rumschöttel mit dem Bayerischen Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet.



Birkner, der auch Erster Schützenmeister der Hohenbrunner Schützengesellschaft ist, trat am 1. April 1970 der Wehr bei. Zu den ersten Gratulanten des 57-Jährigen gehörten Kommandant Willi Feldmeier, Vizekommandant Robert Paul und Zweiter Bürgermeister Benno Maier, Vorsitzender des Feuerwehrvereins und Ehrenkommandant.

Die Feuerwehr Hohenbrunn gratuliert zu dieser Auszeichnung und dankt ihrem Kameraden Lothar Birkner für sein langjähriges Engagement in der Wehr.

Das Feuerwehrehrenzeichen am Bande wird in zwei Klassen für 25-jährige und 40-jährige aktive Dienstzeit bei einer freiwilligen Feuerwehr oder einer Werkfeuerwehr und als Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen oder bei der Bekämpfung von Bränden und sonstigen Notständen vom Bayerischen Staatsministerium des Innern verliehen.


Lizenz zum Retten

Erfolgreich bestanden hat Jens Rotte die Ausbildung zum „First Responder“. Der Kurs dauerte achtzig Unterrichtseinheiten und entspricht der San-A/B-Ausbildung aller Hilfsorganisationen. Lehrinhalte waren internistische, chirurgische und sonstige Notfälle in Theorie und Praxis. Die praktische Ausbildung erfolgte in kleinen Gruppen zu vier oder fünf Mann. In Fallbeispielen erfolgte die ausführliche Anwendung des Wissens, einschließlich der Reanimation und Defibrillation. Zum Abschluss mussten sich die Kameradinnen und Kameraden der verschiedenen Landkreiswehren sowohl einer schriftlichen als auch einer praktischen Prüfung unterziehen. Prüfungsort war das Hohenbrunner Feuerwehrgerätehaus. Nunmehr besetzt auch unser 21-jähriger Kamerad die den First Responder der Feuerwehr Hohenbrunn mit. Beim „First-Responder-Kurs“ handelt es sich um die zeitaufwändigste Ausbildung im Landkreis München.



Januar 2010

Zwei Neue auf dem Responder

Erfolgreich bestanden haben die Hohenbrunner Kameradinnen Lara-Marie Rudol und Christin Striebe die Ausbildung „First Responder“. Der Kurs dauerte achtzig Unterrichtseinheiten und entspricht der San-A/B-Ausbildung aller Hilfsorganisationen. Lehrinhalte waren internistische, chirurgische und sonstige Notfälle in Theorie und Praxis. Die praktische Ausbildung erfolgte in kleinen Gruppen zu vier oder fünf Mann. In Fallbeispielen erfolgte die ausführliche Anwendung des Wissens, einschließlich der Reanimation und Defibrillation. Zum Abschluss mussten sich die Kameradinnen einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung unterziehen. Seit Dezember besetzen die Kameradinnen bereits den First Responder der Feuerwehr Hohenbrunn mit. Beim „First-Responder-Kurs“ handelt es sich um die zeitaufwändigste Ausbildung im Landkreis München.